Bärenpark in Worbis

1996 wurde der damalige Tierpark von Worbis von dem Betreiberverein (Bärenhilfswerk e.V.) in einen "alternativen Bärenpark" umgewandelt. Seit diesem Zeitpunkt bekommen Bären aus schlechter Haltung, in der keine artgerechten Unterkünfte für die Tiere vorhanden waren oder geschaffen werden konnten, hier ihr Zuhause. Der Park mahnt gegen den kommerziellen Missbrauch der Bären als Tanzbären, als Zirkustiere, für "medizinische" Zwecke und gegen Kämpfe zwischen Bären und Hunden sowie den Missbrauch von Bärinnen als Gebärmaschinen, deren Nachwuchs (so lange die Tiere klein und niedlich sind) als Besuchermagnet in Tierparks herhalten muss.

Die Bären leben gemeinsam mit einem Wolfsrudel in einem 4 ha großen Natur belassenen Freigehege. Die Besucher laufen durch einen eingezäunten Tunnel und können die Bären aus der Sicherheit des Eingesperrten beobachten. Sie können sich völlig frei bewegen und spielen und haben sogar einen Teich zur Verfügung. Die Bären sind zum Teil resultierend aus jahrelanger Haltung in engen Käfigen verhaltensgestört, was zum Beispiel zur Folge hat, dass sie trotz der großen Auslaufangebotes lediglich auf den "gewohnten" 16 qm immer hin- und her laufen oder die ansonsten bei Bären übliche Winterruhe nicht halten.

Weiterhin bietet die Anlage diverse Informationstafeln über Bären und Wölfe, einige interaktive Exponate mit engem Bezug auf die Fähigkeiten von Bären, an denen auch Erwachsene Spass haben (z.B. "wer kann schneller bergan laufen: ein Bär oder du?"). Ein sehr schön angelegter Garten, in dem Futter für die Tiere angepflanzt wird, ergänzt das gepflegte Gesamtbild.

Außer den Bären und Wölfen leben dort noch Meerkatzen und einige kleinere Haustiere (Vögel, Meerschweinchen, Schildkröten), für die gerade ein neues Haus mit großer Voliere gebaut wird.

Auf einem kleinen Bauernhof leben vom Aussterben bedrohte regionale Rassen wie die Thüringer - Wald - Ziege und das Leineschaf.

Es gibt einen kleinen Laden, in dem man sich über die Thematik "Bär" weiter informieren kann oder auch zur Unterstützung des Bärenhilfswerks den Bärenkalender erwerben kann.

Unsere beiden großen Hunde waren willkommen, direkt neben der Kasse fanden sie einen großen, frisch befüllten Wassernapf, der unverzüglich nach Jodys großem Durst wieder aufgefüllt wurde.

Insgesamt eine sehr informative, hervorragend gestaltete Anlage, die sicher einen Besuch lohnt!

 

Für weitere Informationen: www.baerenpark.de