Ist Ihr Hund für Agility geeignet?

Grundsätzlich kann jeder gesunde und nicht zu alte oder zu junge Hund Agility betreiben. Die Gesundheit des Hundes muss jedoch in jedem Fall zuvor abgeklärt werden - hierbei ist nicht nur an die typischen Gelenkerkrankungen zu denken,  Ihr Hund kann auch aufgrund anderer medizinischer Ursachen (z.B. Stoffwechselerkrankungen) nicht für das Agility geeignet sein. Überprüfen Sie auch kritisch das Gewicht Ihres Hundes - jedes Kilo zu viel auf der Waage sollte vor ausgiebigem Training verschwunden sein.

Hunde aller Größen und Rassen - auch Mischlinge - können Agility betreiben. Da es drei verschiedene Größenklassen gibt, ist gewährleistet, dass ein Zwergpudel nicht gegen einen Schäferhund antreten muss. Die Hindernisse werden den Größen der Hunde angepasst. Für ältere Hunde ab sechs Jahren gibt es eine Seniorenklasse, in der die Schrägwand flacher gestellt wird und der Slalom nicht gestellt werden darf. Auch die Sprünge sind in dieser Klasse etwas niedriger und die Zeitvorgaben großzügiger bemessen. Weiterhin wird durch verschiedene Leistungsklassen dafür gesorgt, dass ein Anfängerhund nicht gegen einen Weltmeister antreten muss. Außerdem gibt es in vielen Vereinen so genannte "Plauschgruppen", wo Agility ohne Turnierambitionen nur zum Spaß betrieben wird. Eine Liste mit Vereinen in Ihrer Nähe finden Sie bei Foxis Agility-Seite.

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Natürlich muss berücksichtigt werden, dass besonders große und schwere Hunde ggf. einer stärkeren körperlichen Belastung in diesem Sport ausgesetzt sind. Der Slalom beispielsweise erfordert eine Wirbelsäulenbiegung vom Hund - je länger der Hund, desto stärker die gesundheitliche Belastung - Sie müssen nicht 20 mal in einer Trainingseinheit den Slalom laufen! Auch die Schrägwand sollte bei sehr großen Hunden im Training eher flach ausgerichtet sein. Es nützt nichts, ein Gerät wie die Schrägwand 50 mal hintereinander zu üben. Lassen Sie auch im Sport den Verstand eingeschaltet: vorrangig vor allem Spass, den Agility macht, muss immer die Gesundheit des Hundes sein.

Sie sollten in jedem Fall den eigenen Ehrgeiz den Möglichkeiten Ihres Hundes anpassen und sich realistische Ziele setzen. Wichtig ist auch die konsequente Umsetzung des Trainingsziels: Lieber eine kurze, gut durchdachte und effiziente Trainingseinheit, als nochmalige und nochmalige und nochmalige Wiederholung ohne Überlegung und ohne Trainingserfolg. Um Verletzungen zu vermeiden, sollten gerade Anfänger immer nur in Anwesenheit eines erfahrenen Trainers üben. Ein Schaden ist schnell (auch unbewusst) angerichtet, und sei es auch nur eine falsche Verknüpfung, die später mühsam wieder korrigiert werden muss.

Jeder Hund kann Spass haben an Agility - es liegt in der Hand des Hundeführers!     

Shelby im März 2003

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Belastung im Agility

   

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