Wechsel vor dem Hund

Bei dieser Übung sollen Wechsel VOR dem Hund trainiert werden, wobei probiert werden sollte, an welchen Stellen die französischen Wechsel (Hund kurz im Rücken) besser klappen und an welchen Stellen die belgischen Wechsel (immer mit dem Gesicht zum Hund) schöner sind. Der Hund sollte beide Arten der Wechsel kennen und seinem Führer sollten beide Arten vertraut sein.

Zunächst laufen wir 1-2-4-7-11-10. Meine Präferenz wäre links geführt zu beginnen und zwischen 2 und 4 einen französischen Wechsel zu machen, da dieser den Hund weniger ausbremst, als wenn wir und zwischen 2 und 4 frontal zum Hund drehen. Die Sprünge 4 und 7 werden also rechts geführt (d.h. Hund auf der rechten Seite).  Der Hund muss vor Sprung 4 nicht gerade ausgerichtet werden, er kann ruhig schräg springen, da anschließend ohnehin die 7 dran ist. Der Bogen zwischen 2 und 4 und auch zwischen 4 und 7 sollte möglichst eng sein. Trotzdem darauf achten, dass der Hund nicht zu schräg nach außen über die 7 springt, da er dann scharf drehen müsste. Um auf die 11 zu kommen (und nicht doch hinter dem Hund wechseln zu müssen) muss zwischen der 7 und der 11 erneut ein Wechsel vollzogen werden, auch hier finde ich den französischen günstiger, weil der Belgier an dieser Stelle wieder Schwung aus dem Hund nehmen würde. Also: rechts geführt über die 7, über die linke Schulter den Hund anschauen und links geführt über die 11 und (welch Wohltat!) ohne weiteren Wechsel in den Tunnel 10. Hier nicht aufhören, den ganzen Tunnel noch mitarbeiten und den Hund nach schnellem Durchqueren loben!

Anschließend laufen wir 1-2-4-6-4-12-7-4-2-1. Links geführt über 1 und 2, zwischen der 4 und dem Tunnel den Hund mit einem belgischen Wechsel annehmen (nach Sprung  ist er also auf der rechten Seite), um ihn direkt in das Tunnelloch 6 zu führen. Diese Ecke ginge natürlich auch links geführt und in das Tunnelloch „gezogen“, aber wir üben ja Wechsel vor dem Hund. Der aus dem Tunnel kommende Hund wird mit links wieder angenommen und links über die 4 und die 12 geführt. Der Hundeführer bleibt hinter den Geräten 12 und 7 und hält den Hund ggf. mit der Hand außen. Er nimmt ihn mittels eines belgischen Wechsels über die 7 rechts wieder an und führt den Rest rechts.  

Dann laufen wir 1-3-4-12-8-9-11-7-4-2-1. Rechts geführt anfangen, zwischen 3 und 4 wieder ein Wechsel. Hier könnte der belgische Wechsel günstiger sein um zu verhindern, dass der Hund hinter dem Rücken des HF in den Tunnel läuft. Jedenfalls links geführt über die 4 und die 12, zwischen 12 und 8 fände ich wieder einen Franzosen günstig. Rechts geführt in den Tunnel 9 und mit rechts wieder annehmen. Weiter rechts geführt über die 11, dann wieder einen Wechsel zwischen 11 und 7 und links geführt über die 7. Nach Sprung 7 wäre wieder ein Belgier schön, da der Tunneleingang 5 lockt, aber nicht dran ist. Der Rest wird rechts geführt.

Der Aufbau bietet viele weitere Möglichkeiten, aber wenn die drei Runden sauber gelaufen wurden (d.h. der Hund nicht ausgebremst wurde, der HF jeweils korrekt positioniert war und somit der Hund die Optimallinie laufen konnte ohne große Bögen zu machen und damit Zeit zu vergeben) reicht das für eine Trainingseinheit. Wir laufen dann zum Spass vielleicht noch eine Schlussrunde 1-2-12-11-10-8-7-5-3-1 und rennen mit dem Hund um die Wette.

 

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