Stadtgang

 

"Obst und Gemüse mag ich sowieso nicht"

Es ist durchaus sinnvoll, die Hunde immer mal wieder mit in stärker belebte Gebiete mitzunehmen, sofern sie nicht ohnehin in der Stadt leben. Da wir sehr oft in Feld, Wald und Wiesen unterwegs sind, gehen wir regelmäßig in die Stadt zum Üben. Dies hat neben der Gewöhnung des Hundes an diverse Geräusche und verschiedene Menschen, Gedrängesituationen und die verschiedensten Untergründe auch den Zweck, in ruhigeren Umgebungen erlernte Fertigkeiten unter größeren optischen und geruchlichen Ablenkungen zu generalisieren. Selbstverständlich muss darauf geachtet werden, den Hund nicht an Lebensmittel zu lassen, keine Hundehaare an Kleidungsstücken zu hinterlassen (wer kauft schon gerne einen hellen Mantel mit lauter schwarzen Hovawart-Haaren....) und generell andere Passanten und Händler rücksichtsvoll zu behandeln. In Geschäften, wo wir uns nicht sicher sind, ob die Hunde dort willkommen sind, fragen wir einfach kurz nach. Unproblematisch (und oft mit schwierigen, da glatten und hochglänzenden Fußböden versehen) sind in der Regel Banken, auch Bahnhöfe eignen sich zum Üben recht gut. Dort gibt es häufig auch Fahrstühle, die mit Hund benutzt werden dürfen. In Thüringen ist es zum Nutzen von Bussen, Bahnen usw. vorgeschrieben, einen Maulkorb zu tragen. Auch dies kann bei einem Stadtgang natürlich - sofern der Hund zuvor an den Maulkorb gewöhnt wurde - eingebaut werden. An "schwierigen Untergründen" findet man in der Stadt noch gelegentlich metallene Abdeckungen von Kellerfenstern, über die Hunde wegen des darunter befindlichen Hohlraumes ungern gehen, weiterhin Treppen aus offenem Metall (z.B. Außentreppen, Feuertreppen, oft gibt es solche Treppen auch bei Parkhäusern). Eine große Herausforderung waren für Pia lange Zeit die auf dem Marktplatz befindlichen Tauben, die ja interessanterweise nicht einmal weg fliegen, wenn ein Hund kommt. Jody hingegen fällt es schwer, Frauchen anzusehen und geradeaus zu laufen, wenn an jeder Ecke Brötchenreste herumliegen....wer weiß, wann es zu Hause wieder etwas gibt? Vielen Hunden sind auch Aufzüge und selbst öffnende Türen nicht auf Anhieb geheuer. In der Stadt trifft man immer auch Radfahrer, fremde Hunde und auch "seltsam" aussehende Menschen. Logisch, dass der Hund bei solchen Exkursionen nicht überfordert werden sollte. Es ist auch damit zu rechnen, dass die Hunde unter Stress stehen und ggf. eine Hinterlassenschaft fallen lassen, obwohl sie vorher zum Lösen ausgeführt wurden. Ein Tütchen in der Tasche schadet also nichts!

Bei den Fotos handelt es sich um einen Stadtgang mit Charly. Genauso können natürlich mehrere Hunde zusammen einen Stadtgang machen. Am Brunnen- und am Straßenrand zeigt er, dass er das "Sitz" auch an anderen Orten als der Hundewiese beherrscht, selbst wenn Autos nah vorbei fahren. Auch von der äußerst vorsichtigen Apothekerin ließ er sich geduldig anfassen. Der Bagger auf dem Foto darüber war ihm zwar nicht zu laut, die herumschwenkende Baggerschaufel jedoch hat er sich lieber mit etwas sicherem Abstand angesehen. Aufzug fahren war kein Problem, selbst der gläserne Fahrstuhl des Kaufhauses beeindruckte ihn nicht. Am besten gefiel ihm das hübsche Mädel an der Telefonzelle!

auf der Post

ist das groooooß!

den kennen wir nicht - da gehen wir lieber einen Bogen

schwierige Untergründe: offene Treppen

Frauchen - hier bleiben wir noch ein wenig!

Besuch im Buchladen "Die Eule"

ein lauter Bagger

"Sitz" auf der Brunnenkante

Anfassen von fremden Menschen

"Sitz" am Straßenrand

Arkaden mit selbstöffnenden Türen

Fahrstuhl fahren