"Touch"
Der Hund soll einen Stab, den sie in der Hand
halten oder der (später) irgendwo im Boden steckt mit der Nase berühren. Sie
legen sich Leckerli bereit und nehmen den Clicker und den Stab in die Hand.
Sagen Sie nichts! Ihr Hund wird vermutlich in Richtung des Stabes blicken
oder sich sogar auf diesen zu bewegen. Erwarten Sie nicht zu viel. Der Blick
zum Stab genügt zunächst. Click und Bestätigung (Leckerli). Vermutlich wird
ihr Hund dann noch nicht begriffen haben, warum es jetzt einen Click und
Bestätigung (C+B) gab. Bewahren Sie trotzdem die Disziplin und reden Sie
nicht. Sie brauchen Ihrem Hund nicht zu erklären, dass er das jetzt fein
gemacht hat, das haben Sie ihm bereits durch C+B mitgeteilt. Für eine
erneute Bestätigung durch C+B muss der Hund erneut tätig werden, also wieder
in Richtung Stab gucken oder sich in die Richtung bewegen. Bestätigen Sie
jeweils kleine Schritte in die richtige Richtung durch C+B. In der Regel
haben sorgfältig auf den
Clicker konditionierte Hunde keine großen
Schwierigkeiten mit dieser Übung. Sofern Ihr Hund noch nicht zu den
"erfahrenen" Clickerhunden gehört bietet er evtl. nicht von sich aus
Aktivitäten an. Viele Hunde setzen sich in dieser Situation vor dem
Hundeführer hin (das hat nach deren Erfahrung häufig zu einer Belohnung
geführt - "wenn ich etwas haben möchte, muss ich schön vorsitzen"). In so
einem Fall können Sie sich und den Stab etwas anders positionieren.
Ermuntern Sie den Hund aber nicht, das gewünschte Verhalten zu zeigen, er
soll ja lernen, was er tun muss, um zu der Bestätigung zu gelangen.
Irgendwann "fällt der Groschen" bei Ihrem Hund und Sie können nach weiteren
Trainingseinheiten dazu übergehen, den Stab zu bewegen und den Hund zu
veranlassen, ihm zu folgen (mit dem Ziel der Berührung) oder den Stab in
einiger Entfernung in den Boden stecken oder den Stab auf den Boden legen.
Der Hund lernt, egal, wo der Stab ist, wenn ich hinlaufe und ihn mit der
Nase berühren, habe ich Chance auf eine schöne Belohnung. Das "touch" kann
natürlich erweitert werden auf die Berührung von anderen Gegenständen, z.B.
einem Stück Stoff, das am Boden liegt oder an der Wand klebt (so kann dem
Hund gelehrt werden, Lichtschalter zu betätigen). Agilitysportler nutzen das
"touch" vereinzelt zum Trainieren der Kontaktzonen, indem Sie eine
Klarsichtfolie auf die Zone legen, die berührt werden soll. Die Folie wird
dann schrittweise verkleinert.