Vorteile von Clickertraining

Vielfach hören Anwender des Clickertrainings: Das kann ich auch mit der Stimme machen. Ich sage einfach immer "fein", wenn mein Hund etwas richtig macht und belohne ihn dann. Stimmt. Und stimmt auch nicht. Abgesehen davon, dass im Training vielfach Methoden vermischt angewandt werden (man drückt den Hund eben doch mit der Hand auf die Kruppe oder lockt ihn in die Position des "Sitz" bevor man das Lob ausspricht und den Hund anschließend belohnt - das hat mit Clickertraining nichts zu tun) hat die Anwendung des Clickers gegenüber der Stimme entscheidende Vorteile:

  • Der Click ist ein neutrales Geräusch, das sonst im Alltag kaum vorkommt. Unsere Stimme hört der Hund häufig.
  • Der Click ist auch über größere Entfernungen deutlich zu hören und trotzdem dezent.
  • Ein Click hat keine Abstufungen und Untertöne so wie die Stimme.
  • Der Click muss nicht vom Hundeführer kommen - in vielen Situationen kann ein Trainer den besten Moment viel besser erkennen als der Hundeführer und so den Click mit exaktem Timing setzen.
das ist so ein Clicker

Darüber hinaus hat Clickertraining weitere Vorteile:

Pia beim Reifensprung
  • Ausbildungsfehler (Click im falschen Moment) richten kaum Schäden an, aber Leinenrucke im falschen Moment können durchaus schaden. Trotzdem können natürlich auch beim Clicker Fehlverknüpfungen entstehen, wenn er falsch angewendet wird oder häufig im falschen Moment geclickt wird.
  • Clickertraining ist hervorragend geeignet für ängstliche, unsichere Hunde und solche, die sich nicht gern anfassen lassen.
  • Über Clickertraining werden freudig arbeitende Hunde ausgebildet, die keine Angst vor Strafe bei einer falschen Ausführung haben (keine geduckte Haltung und angelegte Ohren mehr in der Unterordnung).
  • Beim Clickertraining arbeitet der Hund, um etwas zu erlangen, so wie Sie bei Ihrer Arbeit, und nicht, um eine "Korrektur" zu vermeiden.
  • Weitgehender Verzicht auf Hilfsmittel und Locken des Hundes (Beispiel: siehe unten).

Häufig springen Hunde etliche Male durch den Reifen, dann wieder mal daneben. Offensichtlich haben sie das Gerät nicht verstanden. Beim Clickertraining wird zunächst die Annäherung des Hundes an den Reifen geclickt, später nur die korrekten Sprünge zunächst durch den am Boden stehenden oder ganz niedrig hängenden Reifen, der dann immer höher gestellt wird. Der Hund wird nicht mit Spielzeug oder Leckerli durch den Reifen gelockt (manche Hunde sehen nur den Keks und merken gar nicht, was sie dafür tun) und der Hundeführer braucht sich auch keine Mühe geben, genau durch die Reifenmitte zu zeigen (manchmal gelingt das im Turnier dann nämlich nicht). Der Hund erarbeitet sich sozusagen selbst, was er mit diesem Gerät tun soll. Nach Einführung des Signals/Hörzeichens wird der Reifensprung dann nur noch bestätigt, wenn er vom Hundeführer verlangt war.

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