Ausführliche Infos über Agility

Bei Turnieren können im Agility Hunde aller Rassen und Mischlinge starten, letztere jedoch nicht auf internationalen Wettkämpfen. Die Hunde müssen mindestens 18 Monate alt sein. Zur Zeit gibt drei Größenklassen für die teilnehmenden Hunde:

large 

für Hunde größer als 43 cm

Sprunghöhe 55-65 cm

midi  

für Hunde zwischen 35 cm bis unter 43 cm

Sprunghöhe 35-45 cm

small  

für Hunde bis unter 35 cm

Sprunghöhe 25-35 cm


Für jede Größe gibt es verschiedene Startklassen:

A0 (Anfänger), A1, A2, A3 (höchste Startklasse) und Senioren (d.h. Hund ist älter als sechs Jahre)

Das ist Gero

Die Zuordnung in die entsprechende Klasse erfolgt durch bestimmte Aufstiegskriterien, die sich an den zuvor gezeigten Leistungen orientieren. So muss man z.B. für einen Aufstieg in die A3 mindestens dreimal unter den ersten drei Platzierten der A2 mit einem Null-Fehler-Lauf gewesen sein. Entsprechendes gilt für den Aufstieg von A1 nach A2. Ein Hund, der älter als sechs Jahre ist, kann in der Seniorenklasse laufen, er muss es aber nicht. Es gibt Hunde, die auch mit 10 Jahren noch in der A3 laufen.

Voraussetzung für die Teilnahme an einem Wettkampf ist eine bestandene Begleithundeprüfung oder eine BH (A), d.h. eine Begleithundeprüfung ohne Überprüfung der Schussgleichgültigkeit.

Ein Agility-Parcours umfaßt 12 bis 20 Hindernisse (Geräteabmessungen hier), die unmittelbar vor einem Wettkampf vom Richter nach dessen Vorgaben gestellt werden. Bei der anschließenden Parcoursbegehung hat lediglich der Hundeführer einige Minuten Zeit, sich ohne Hund den Parcoursverlauf einzuprägen. Es ist somit nicht möglich, den Parcours vor einer Prüfung mit seinem Hund zu üben. Die Hindernisse müssen exakt in der vom Richter bestimmten Reihenfolge genommen werden.

Auch Hovawarte passen durch Autoreifen Nimmt ein Hund ein falsches Hindernis oder ein Hindernis von der falschen Seite, so erfolgt eine Disqualifikation. Für die Strecke, die zwischen 100 und 200 m lang ist, wird vom Richter eine bestimmte Standardzeit vorgegeben, in welcher der Parcours bewältigt werden muss. Für jede Sekunde, die ein Team (Hund und Hundeführer) über dieser Standardzeit liegt, gibt es einen Fehlerpunkt. Weiterhin gibt es Fehlerpunkte für Verweigerungen und Parcoursfehler. Ein Parcoursfehler ist z.B. das Abwerfen einer Stange oder das Überspringen einer Kontaktzone. Jede Verweigerung und jeder Parcoursfehler geben 5 Fehlerpunkte, nach drei Verweigerungen wird das Team disqualifiziert.

Die Bewertung erfolgt vorrangig nach der Fehlerzahl, d.h. ein Hund mit null Fehlern innerhalb der Standardzeit wird vor einem schnelleren Hund mit einem Fehler platziert. Gemessen wird nur die Geschwindigkeit des Hundes vom ersten bis zum letzten Hindernis, d.h. der Hundeführer darf ohne Hund mehrere Hindernisse vorlaufen und den Hund abrufen oder aber auch den Hund allein in das Ziel voranschicken. Der Hundeführer darf selbst kein Hindernis überspringen, auch nicht z.B. einen Tunnel.

Der Hund muss ohne Leine und Halsband im Parcours geführt werden, er darf vom Hundeführer auch nicht angefasst oder sonst wie berührt werden, sondern ausschließlich mit Sicht- und Hörzeichen geführt werden. Ebenso darf der Hundeführer die Hindernisse nicht berühren, er darf also z.B. nicht auf den Tisch klopfen, um den Hund zu veranlassen, hinauf zu springen. Dem Hundeführer ist es auch nicht erlaubt, Spielzeug oder Leckerchen im Parcours mitzuführen.  

Im Training wird dem Hund natürlich vom Hundeführer geholfen. Jede korrekte Ausführung wird unmittelbar bestätigt mit Lob, Leckerchen oder Spiel. Die Bestätigung erfolgt deutlich, sofort und mit überzeugender/überschwänglicher Stimme. Nicht zu zaghaft beim Loben! Fehler werden korrigiert - nie den Hund z.B. nach einem Sprung neben dem Reifen hindurch weiter arbeiten lassen, sondern den Reifen ohne großes Aufheben wiederholen und die richtige Ausführung bestärken. Nicht den Hund tadeln oder gar strafen, er hat in der Regel einfach noch nicht verstanden, was von ihm erwartet wird.

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